Wassersport

Am 25. August 2006 fand auf dem traditionsreichen Regattagelände in Berlin-Grünau ein gemeinsames Sportfest des UNIONHILFSWERK, der Union Sozialeinrichtungen und der Unionhilfswerk-Bürgerhilfe gGmbH statt.

Vor allem bei Menschen mit Handicap die Freude an Bewegung und Sport fördern und das Wasser als eine nicht alltägliche Alternative für sie erlebbar gestalten war das Ziel.

Das Fest war von den drei Veranstaltern und besonders vom Silbermedaillengewinner im Rudervierer der Olympischen Spiele 1972 in München und heutigen Mitarbeiter der Bürgerhilfe gGmbH, Reinhard Gust, sorgfältig vorbereitet worden. Wertvolle und engagierte Unterstützung leistete in allen Phasen der sportliche Kooperationspartner, der SV Energie Berlin e.V..

Ab 11.00 Uhr herrschte beim Einlass zum Wettkampfgelände eine neugierige und erwartungsvolle Stimmung unter den zahlreichen eintreffenden Aktiven und Gästen. Viele von ihnen kamen zum ersten Mal an diesen imposanten und geschichtsträchtigen Berliner Ort.

Zum Glück zeigte Petrus ein Einsehen, denn mit der offiziellen Eröffnung des Sportfestes durch Dieter Krebs, Geschäsftsführer der UNIONHILFSWERK, und Joachim Stahr, Bezirkstadtrat für Schule und Sport in Treptow-Köpenick und Schirmherr der Veranstaltung, verzogen sich die Regenwolken und wohltuender Sonnenschein erstrahlte über dem Areal.

Angefeuert von den zahlreichen interessierten Zuschauern ging es gleich richtig zur Sache, denn nur die Sieger und Zweitplazierten der Rennen über 500 Meter qualifizierten sich für die Finalläufe.

Dass Wassersport und Handicap keinen Widerspruch darstellen, demonstrierten anschließende Ruderwettkämpfe. Sportler mit Handicap aus verschiedenen Berliner Sportvereinen zeigten in den Disziplinen - Einer mit festem Rollsitz, gesteuertem Einer und Doppelzweier - ihr mit viel Mühe und fleißigem Üben antrainiertes Leistungsniveau.

Eine besondere Attraktion waren für die Beteiligten die Kutter- und Drachenboote. Die aus Klienten und Mitarbeitern gebildeten Bootsbesatzungen erreichten nach anfänglichen Schwierigkeiten ihre Startpositionen. Angespornt durch die Atmosphäre im Boot und die Freude am Wettstreit, ruderten und paddelten die Akteure nach Leibeskräften. Die Zuschauer an Land feuerten die Regatta mit Applaus und anerkenneden Zurufen an.

Natürlich waren die im Vordergrund stehenden Wassersportaktivitäten nicht die einzige Möglichkeit, individuelle Geschicklichkeit und Fitness unter Beweis zu stellen. Reges Treiben herrschte auch an den Tischtennisplatten, den Fußballkickern und unter dem Baskettballkorb. Die persönliche Zielgenauigkeit per Fuß konnte beim Büchsen- und Torwandschießen getestet werden. Spannung und Spaß herrschte bei Teamwettbewerben wie Tauziehen, Dreibeinlauf und Volleyball.

Körperliche Aktivitäten machen aber auch hungrig und durstig. Zur Freude aller Teilnehmer wurden ihre Anstrengungen mit einem richtigen kulinarischen Angebot belohnt. Angefangen beim wohlschmeckenden Eintopf aus der Gulaschkanone, Gegrilltem, Kaffee und Kuchen und den vielfältigen Getränken war für jeden Geschmack etwas dabei. Ein liebevoll am Wasser eingerichteter Rastplatz lud zum Verweilen ein.

Mit einem Katamaran hatten die Besucher die Möglichkeit, eine Ausfahrt aufs Wasser zu erleben und einen anderen Blick auf das Gelände der Olympischen Wettbewerbe von 1936 zu erhalten.

Durch die Veranstaltung führte ein Moderator vom RBB und rundete die freudvolle Atmosphäre der Veranstaltung ab.

Gewonnen haben an diesem Tag nicht nur die Sieger der sportlichen Wettbewerbe, sondern alle Teilnehmer. Entsprechend dem Motto der Veranstaltung: "Mitmachen - Trainieren - Gewinnen"

Bericht von Reinhard Gust und Eckhardt Martens (Bürgerhilfe gGmbH)

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